Monpellets

Ausgangsposition

In der Mongolei ist die wirtschaftliche Entwicklung noch immer überwiegend durch den Export von Rohstoffen und Halbfabrifikaten gekennzeichnet. Auf der Suche nach Alternativen setzt man zunehmend auf Wege zur weiteren Verarbeitung vorhandener Rohstoffe mit eigenen Fertigungskapazitäten. Dabei geht es auch um die Erschließung des Potentials aus der landwirtschaftlichen Produktion entsprechend den vorhandenen Ressourcen.

So setzt die mongolische Regierung auf hochwertige tierische und pflanzliche Produkte, die verarbeitet und exportiert werden sollen.

Durch die Ausweitung des Marktes für biologisch produzierte Lebensmittel nimmt auch die Nachfrage nach organischen Düngemitteln zu. Der Stickstoffanteil liegt bei organischem Dünger jedoch meist unter 3%. Düngepellets aus Schafswolle enthalten 11% Stickstoff und sind somit eine echte Alternative zu herkömmlichen ökologischen Düngern. Die Mongolei hat einen Bestand von 20 Mio. Schafen, die jährlich 40.000 bis 60.000 Tonnen Wolle produzieren. Hinzu kommt das positive Image des Produktes vom lebenden Tier, aus nachhaltiger Wirtschaft und aus der Natur- und Landschaftspflege. Keine Massentierhaltung, keine Biochemie und keine Antibiotika.

Kurzbeschreibung des Projektes

Ziel und Konzept unseres Vorschlags ist die Vermittlung von Kenntnissen, Erfahrungen und spezifischem Know-How zu den Umweltrisiken, zum Gesundheitsschutz und zu spezifischen veterinärhygienischen Anforderungen bei der Einsammlung, Transportoptimierung, Verarbeitung und Vermarktung von Schafschurwolle sowie Düngeprodukten auf der Basis von Schafwolle in der Mongolei.

Es erfolgt die Weiterbildung und Beratung im Management und im vorsorgenden veterinärhygienischen Bereich sowie im Umwelt- und Bodenschutz nach europäischen Standards. Im Rahmen des Projektes wird die Gründung eines Joint Venture vorbereitet und es wird eine Pilotanlage errichtet und betrieben.

Relevanz für das Partnerunternehmen

Bisher produziert die ifn Anwenderzentrum GmbH (nachfolgend: ifn) den Naturdünger aus ungereinigter Rohschafwolle seit ca. 1,5 Jahren in Deutschland. Der Dünger wird mit seinem nachhaltigen und ökologischen Image gut von ökologisch bewussten Kunden angenommen.

Um den ökologischen Erwerbsgarten- und Landschaftsbau, mit Dünger aus Schafswolle zu erschließen, müssen zusätzlich zum bisherigen Bezugsstandort Deutschland mit etwa 2.000 – 2.500 Tonnen verwertbarer Wolle im Jahr weitere Bezugsquellen erschlossen werden.

Da das Rohstoffaufkommen in der Mongolei wesentlich größere Produktionsmengen zulässt, wird es für das Unternehmen möglich das Endprodukt zu einem besseren Preis anzubieten und somit markfähiger zu werden.

Entwicklungswichtige Projektwirkung

Zielgruppen des Projektes sind Schafzüchter, für die ein völlig neues Marktsegment für ihr Produkt Schafwolle eröffnet wird und Industriearbeiter, denen Beschäftigung in den zukünftigen Produktionsstätten ermöglicht wird.

Das Vorhaben schafft für mongolische Schafzüchter und –halter einen langfristig stabilen Absatzmarkt für die produzierte Wolle, die nicht mehr in die textile Verarbeitung geht. Es werden zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und der Markt im asiatischen Raum für solche ökologischen und nachhaltigen Düngeprodukte entwickelt.

Das Partnerland profitiert sowohl vom Technologietransfer als auch vom Engagement des Unternehmens in der Mongolei. Schafzüchter können über die neu aufgebauten Aufkauf- und Vertriebsstrukturen zusätzlichen Absatz kreieren für ein Produkt dessen Nachfrage kontinuierlich nachlässt und zurzeit tendenziell keine weiteren realistischen Entwicklungschancen hat.